Regelung

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Allgemein
Kesselregelung
Heizkurve
Heizkurve einstellen

 

Allgemein

 RRegelung

Quelle: Buderus, Wikipedia   

In einem vorgegebenen System ist die Regelung ein technischer Vorgang, bei dem eine physikalische oder technische Größe die zu regelnde Größe (Regelgröße) fortlaufend erfasst, das davon ausgehende Signal mit dem einer anderen Größe (Führungsgröße) vergleicht und es daran angleicht.

Im sogenannten Regelkreis vollzieht sich dieser Wirkungsablauf in einem geschlossenen Kreis.

 

Kesselregelung

Die Regelung errechnet die im Wärmeerzeuger benötigte Vorlauftemperatur bzw. die vom Wärmeerzeuger benötigte Leistung.

Dazu wird entweder die aktuelle Raumtemperatur oder die aktuelle Außentemperatur gemessen und mit einem Sollwert verglichen.

 

Je nach Führungsgröße unterscheidet man zwischen

  • Außentemperaturabhängige (witterungsgeführte) Regelung

  • Raumtemperaturgeführte Regelung

 

Außentemperaturabhängige Regelung

(witterungsgeführte)

In Abhängigkeit der Außentemperatur und der gewünschten Raumtemperatur (Solltemperatur) berechnet eine witterungsgeführte Regelung die im Heizkessel benötigte Vorlauftemperatur.

  • Die Beziehung zwischen der Außen- und Vorlauftemperatur wird als Heizkennlinie bezeichnet.

  • Je niedriger die Außentemperatur ist, desto höher muss die Vorlauftemperatur sein.

  • Die Höhe der Vorlauftemperatur ist abhängig vom Heizsystem (Flächen- oder Heizkörperheizung).

 

 Regelung witterungsgeführt

 

Raumtemperaturgeführte Regelung

 

Die Regelung  in Abhängigkeit der Raumtemperatur ist  komfortabel und energiesparend zugleich, da diese den Einfluss des Gebäudes berücksichtigt


Dafür wird in einem Referenz-Wohnraum über einen Temperaturfühler stellvertretend für alle an diesen Heizkreis angeschlossenen Räume die Temperatur erfasst und anschließend geregelt.

Der Nachteil ist, dass die Temperaturen der angeschlossenen Räume dann auch von individuellen Einwirkungen im Referenzraum wie Sonneneinstrahlung,
Beleuchtung und offenen Fenstern abhängig sind.

Daher eignet sich diese Art der Regelung nicht für den Einsatz in großen Wohnungen oder Mehrfamilienhäusern.

 

Heizkurve 

Baualtersklassen

Baualtersklassen

 

System-/ Auslegungstemperaturen

 

Randbedingungen

  • möglichst geringe Vorlauftemperatur
  • möglichst geringe Rücklauftemperatur (Brennwertnutzen)
  • ggf. Schnellaufheizung de Gebäudes ermöglichen

 

Erste Näherung über die Baualtersklasse

Systemtemperaturen

 

Die Systemtemperatur der Heizung wird bei der Planung festgelegt.

 

Nach dieser werden auch die Heizflächen ausgelegt.

Ändert sich der Wärmebedarf eines Gebäudes, ändert sich bei gleichen Heizflächen auch die Systemtemperatur.

Daher sind nachträgliche Wärmeschutzmaßnahmen wie Isolierverglasung, Wärmedämmung der Fassade, der Kellerdecke und des Dachs sowie der Einsatz von kontrollierten Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung – die den Wärmebedarf des Gebäudes deutlich reduzieren – gut geeignet, um die Heizungsvorlauftemperatur zu senken und die Effizienz einer Heizung zu steigern.

Sinkt die Systemtemperatur um 1 K, steigt beispielsweise die Effizienz einer Wärmepumpe um 1,5 - 2,5 %. 

Die maximale Systemtemperatur der Heizungsanlage ist für Altbauten in der Regel nicht bekannt, da entweder detaillierte Unterlagen fehlen oder Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden, die wie oben beschrieben einen erheblichen Einfluss auf die Systemtemperatur haben.

 

Auslegungstemperaturen in Abhängigkeit des Heizsystems

 Regelung ST 

 

Heizgrenztemperatur

Heizgrenztemperaturen

Die Heizgrenztemperatur, ist die Außentemperatur bei deren überschreiten ein Gebäude nicht mehr aktiv beheizt werden muss. Interne und solare Wärmegewinne reichen aus, das Gebäude zu beheizen.

Jedes Gebäude hat eine individuelle Heizgrenztemperatur, die vom Bauart, Klima und Gebäudenutzung abhängt. 

Zur Vereinfachung wurden den Baualtersklassen Heizgrenztemperaturen zugeordnet.

 

Steilheit

Steilheit

 

Der Begriff Steilheit wird in der Technik häufig für den Anstieg einer Kennlinie verwendet. Mathematisch betrachtet ist die Steilheit die Steigung beziehungsweise der Differenzenquotient der Kennlinie oder Kurve. Der Anstiegswinkel der Kennliniendarstellung ist dagegen abhängig von den Maßstäben der Koordinatenachsen.

Quelle: Wikipedia

 

Heizkurve einstellen

Beispiel:

  • Gebäude in Würzburg (-12oC Normaussentemperatur)

  • Heizungsanlage mit Heizkörperkörpern

  • Systemtemperaturen 55oC/45oC

  • Bei der Heizgrenztemperatur von 10oC soll die Vorlauftemperatur bei 35oC liegen

  • Witterungsgeführte Heizung

 

Werkseinstellung der Regelung

  • Neigung 1,4

  • Niveau (Parallelverschiebung) 0

Heizkurve einstellen

Vorgehensweise

  • Vorlauftemperatur bei Heizgrenztemperatur eintragen (grün)

  • Vorlauftemperatur (max.) bei -12oC eintragen  (blau)

  • Beide Punkte verbinden (orange)

  • Durch Parallelverschiebung die Kennlinie suchen, die der orangen Linie am ehesten entspricht. Hier die Kennlinie mit der Neigung 1,0

  • Schnittpunkt der gefundenen Kennlinie mit der Vorlauftemperaturachse des Diagramms verbinden (rot)

  • Temperaturdifferenz zwischen festgelegter Vorlauftemperatur (max.) und Vorlauftemperatur (max.) der gefundenen Kennlinie ermitteln. Hier 55oC - 52,5oC = 2,5oC; dies ist der Wert für die Parallelverschiebung.

  • Niveau (Parallelverschiebung) auf 2,5 einstellen.

 

Einstellung der Regelung

  • Neigung 1,0

  • Niveau (Parallelverschiebung) 2,5

Eine Heizkurve, die exakt den Vorgaben entspricht werden Sie nicht immer finden.

Deshalb die Einstellungen wählen, die diesen am nächsten kommen.

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