Heizung

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Stand:23.09.2014

  • Energieeffizient Sanieren - Investitionszuschuss (430)
    10% der förderfähigen Kosten, bis zu 5.000 € für jede Wohneinheit
    Antrag vor Beginn der Maßnahme

  • Energieeffizient Sanieren - Kredit (152)
    1% Zins, bis zu 50.000 € für jede Wohneinheit nach der Sanierung
    Antrag vor Beginn der Maßnahme

  • Energieeffizient Sanieren - Baubegleitung (431)
    50% der Kosten bis 4.000 €
    Antrag nach Ende der Baubegleitung

Förderungen werden oft angepasst. Aktuelle Förderbedinugngen finden Sie direkt bei der KFW.

 

Technische Mindestanforderungen

Als Austausch der Heizungsanlage gilt der Einbau von Heizungstechnik auf Basis der Brennwerttechnologie, Kraft-Wärme-Kopplung oder Nah-/Fernwärme (einschließlich der unmittelbar dadurch veranlassten Maßnahmen).

In diesem Zusammenhang sind die Fachunternehmer mit der Prüfung zu beauftragen, ob die Heizflächen für die geplante Heizungsanlage geeignet (z. B. dauerhafter Brennwertbetrieb) und ausreichend dimensioniert sind.

Unterbleibt eine ggf. erforderliche Anpassung oder Erneuerung, ist die Einzelmaßnahme "Austausch der Heizungsanlage" nicht förderfähig.

Bei einem Austausch der Heizungsanlage sowie bei einem Ersatz oder erstmaligem Einbau von Umwälzpumpen des Heizkreislaufs ist ein hydraulischer Abgleich durchzuführen.
Die Durchführung ist auf dem Bestätigungsformular des VdZ - Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e. V. (www.intelligent-heizen.info/broschueren) nachzuweisen und die Dokumentation aufzubewahren.

 

Austausch der Heizungsanlage:

  • Der Einbau von Brennwertkesseln und Brennwerttechnik nutzende Wärmepumpen (Kombination aus Brennwertkessel und Wärmepumpe mit Sorptionstechnik - sogenannte Gaswärmepum-pe) mit Öl oder Gas als Brennstoff (Brennwerttechnik verbessert nach DIN V 4701-10).

  • Der Einbau von wärmegeführten Anlagen zur Versorgung mit Wärme aus Kraft-Wärme- Kopplung auf Grundlage fossiler Energie (Blockheizkraftwerk, Brennstoffzellen).

  • Der Erstanschluss an Nah- oder Fernwärme inklusive Wärmeübergabestationen und Hausanschlussleitungen sowie bei bestehendem Anschluss der Austausch oder der erstmalige Einbau von Wärmeübergabestationen.

 

Optimierung der Heizungsanlage:

  • Die Optimierung von Heizungsanlagen, die älter als zwei Jahre sind. Dabei sind folgende Maßnahmen durchzuführen:

    • die Bestandsaufnahme und ggf. die Analyse des Ist-Zustandes (z. B. nach DIN EN 15378),

    • die Durchführung des hydraulischen Abgleichs und

    • die Umsetzung aller erforderlichen Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz am gesamten Heizsystem (z. B. die Optimierung der Heizkurve, die Anpassung der Vorlauftemperatur und der Pumpenleistung sowie der Einsatz von Einzelraumregler).

Hinweis: Die Analyse des Ist-Zustandes sowie weitere Planungsleistungen gelten nicht als antragsrelevanter Vorhabensbeginn.

Dazu ergänzend sind förderfähig:

  • Ersatz bestehender Pumpen durch Hocheffizienzpumpen (Effizienzklasse A oder baugleich), hocheffiziente Trinkwasserzirkulationspumpen.

  • Einbau voreinstellbarer Heizkörperthermostatventile und von Strangdifferenzdruckreglern.

  • In Einrohrsystemen Maßnahmen zur Volumenstromregelung mit dem Ziel der Energieeinspa-rung und der Umbau von Ein- in Zweirohrsystemen.

  • Ersatz und erstmaliger Einbau von Pufferspeichern.

  • Erstmaliger Einbau von Flächenheizsystemen, die mit System-Vorlauftemperaturen ≤ 35°C be-trieben werden sowie die erforderliche Anpassung oder Erneuerung von Rohrleitungen.

  • Austausch vorhandener Heizkörper durch Niedertemperaturheizkörper und Heizleisten, wenn dadurch die notwendige Vorlauftemperatur auf maximal 60°C begrenzt wird.

  • Austausch von Heizkörpern mit dem Ziel der Systemtemperaturreduzierung, die im Zuge der Berechnungen zum hydraulischen Abgleich als verantwortlich für hohe Systemtemperaturen identifiziert wurden (sogenannte "kritische" Heizkörper).

  • Aufrüstung eines Niedertemperaturkessels zu einem Brennwertkessel durch Einbau von zusätzlichen Wärmetauscher(n).

  • Nachträgliche Dämmung von ungedämmten Rohrleitungen.

  • Einbau sowie Ersatz von zur Heizungsanlage zugehöriger Mess-, Steuer- und Regelungstech-nik und Nutzerinterface.

Folgende Anlagen können bei der Erneuerung der Heizungsanlage nur mitgefördert werden, sofern der Einbau in Ergänzung einer der o. g. Heizungsanlagen erfolgt (ergänzender bzw. zusätzlicher Wärmeerzeuger):

  • Biomasseanlagen: automatisch beschickte Zentralheizungsanlagen, die ausschließlich mit er-neuerbaren Energien betrieben werden. Hierzu zählen Holzpellets, Holzhackschnitzel, Schei-holz. Es gelten die technischen Mindestanforderungen an die Emissionen und Wirkungsgrade gemäß der Richtlinie des Marktanreizprogramms.

  • Biomasseanlagen: Holzvergaser-Zentralheizungen mit Leistungs- und Feuerungsregelung (Kesselwirkungsgrad unter Volllast mindestens 89 %), welche die Anforderungen der Richtlinien des Marktanreizprogramms erfüllen.

  • Wärmepumpen, welche die Anforderungen der Richtlinien des Marktanreizprogramms erfüllen und Trinkwarmwasser-Wärmepumpen. Folgende Anforderungen an die Jahresarbeitszahl von Wärmepumpen sind einzuhalten:

    • Für Sole-/Wasser- und Wasser-/Wasser-Wärmepumpen eine Jahresarbeitszahl1 von mindestens 3,8.

    • Für Luft-/Wasser-Wärmepumpen eine Jahresarbeitszahl1 von mindestens 3,5.

    • Für gasmotorisch angetriebene Wärmepumpen eine Jahresarbeitszahl1 von mindestens 1,3.

    • Bei kombinierter Heizung und Trinkwarmwasserbereitung durch die Wärmepumpe verringert sich die Anforderung an die Jahresarbeitszahl1 von Wärmepumpen um den Wert 0,2.

    • Für Trinkwarmwasser-Wärmepumpen eine Jahresarbeitszahl von mindestens 3,2.

    • Wärmepumpen werden nicht in Kombination mit dem Einbau einer elektrischen Trinkwarm-wasserbereitung (elektrische Durchlauferhitzer) gefördert.

    • Solarthermische Anlagen: Die Anlagen müssen, mit Ausnahme von Speichern und Luftkollekt-oren, mit einem geeigneten Funktionskontrollgerät bzw. einem Wärmemengenzähler ausgestat-tet sein. Solarkollektoren sind nur förderfähig, sofern sie das europäische Prüfzeichen Solar Keymark in der Fassung Version 8.00 - Januar 2003 tragen oder die Anforderungen des Umweltzeichens RAL-UZ 73 erfüllen.

 

BAFA Erneuerbare Energien

Förderung von Solarthermieanlagen

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle fördert Solarthermieanlagen auf Bestandsgebäuden (im Bereich der Innovationsförderung auch auf Neubauten) für verschiedene Anwendungsbereiche

  • zur Raumheizung

  • zur kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung

  • zur Warmwasserbereitung (nur bei Innovationsförderung)

  • zur Bereitstellung von Prozesswärme

  • zur solaren Kälteerzeugung

  • Solarthermieanlagen, die die Wärme überwiegend einem Wärmenetz zuführen

 

Förderung von Biomasseanlagen

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle fördert folgende Anlagen zur Verfeuerung fester Biomasse in Bestandsgebäuden:

  • Kessel zur Verfeuerung von Holzpellets und Holzhackschnitzeln

  • Holzpelletöfen mit Wassertasche

  • Kombinationskessel zur Verfeuerung von Holzpellets bzw. Holzhackschnitzeln und Scheitholz

  • besonders emissionsarme Scheitholzvergaserkessel

Beachten Sie bitte, dass Pelletöfen (Warmluftgeräte) nicht förderfähig sind.

 

Förderung von effizienten Wärmepumpen

Gefördert werden effiziente Wärmepumpen in Bestandsgebäuden für

  • die kombinierte Raumbeheizung und Warmwasserbereitung von Wohngebäuden

  • die Raumbeheizung von Nichtwohngebäuden

  • die Bereitstellung von Prozesswärme oder von Wärme für Wärmenetze

 

Ausgewählte Maßnahmen, die über das BAFA gefördert werden

 

I. Solarkollektoranlagen (thermisch) Förderbetrag
bis 40 m2 Bruttokollektorfläche 1.500 Euro bis 3.600 Euro
zwischen 20 bis 100 m2 Bruttokollektorfläche in Mehrfamilienhäusern und großen Nichtwohngebäuden (auch im Neubau) 3.600 Euro bis 18.000 Euro
bis 1.000 m2 zur Erzeugung von Prozesswärme

bis zu 50 % der Nettoinvestitionskosten

II. Biomasseanlagen Förderbetrag
Pelletöfen mit Wassertasche 1.400 Euro bis 3.600 Euro
Pelletkessel 2.400 Euro bis 3.600 Euro
Pelletkessel mit Pufferspeicher (mind. 30 l / kW) 2.900 Euro bis 3.600 Euro
Hackschnitzelkessel mit Pufferspeicher 1.400 Euro

Scheitholzvergaserkessel mit Pufferspeicher

1.400 Euro
III. Wärmepumpen Förderbetrag
Sole/Wasser- und Wasser/Wasser-Wärmepumpen 2.800 Euro bis 11.800 Euro
Sole/Wasser- und Wasser/Wasser-Wärmepumpen mit Pufferspeicher 3.300 Euro bis 12.300 Euro
Luft/Wasser-Wärmepumpen 1.300 Euro bzw. 1.600 Euro
Luft/Wasser-Wärmepumpen mit Pufferspeicher 1.800 Euro bzw. 2.100 Euro

Den Antrag können Sie innerhalb von 6 Monaten beim BAFA einreichen, nach dem Sie Ihre Anlage in Betrieb genommen haben (Ausschlussfrist). Förderbar sind Vorhaben, die ab dem 01. Januar 2009 begonnen wurden und zum Zeitpunkt der Antragstellung fertig gestellt sind. 

Förderungen werden oft angepasst. Aktuelle Föderbedingungen finden Sie direkt beim BAFA

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